Dienstag, 7. September 2010

Es ist vollbracht!

Heute hab ich meine Bachelorprüfung erfolgreich abgelegt und darf mich nun Bachelor of Arts in Business nennen. Zur Feier des Tages bin ich dann zum ersten Mal mit dem Zug von Eisenstadt über Neusiedl nach Wien  gefahren.  
Und da die Last der letzten Jahre heute abgefallen ist, sind mir auch die EURegio-Plakate der ÖBB zum ersten Mal richtig aufgefallen. Fahrten zu den Nachbarn Tschechien, Slowakei und Ungarn incl. Fahrradmitnahme zu einem günstigen Preis. Das ist doch eine gute Idee für die nunmehr anderweitig als fürs Lernen und Anwesendsein nutzbare Freizeit.
In der finnougrischen und slawistischen Welt hat sich meines Wissens nichts Bloggenswertes ereignet, außer dass Putin Iževsk besucht hat. Selbstverständlich nicht der Udmurten oder Besermjanen willen, sondern um große Unternehmen wie Ižstal'  oder IžAvto zu besichtigen.

Samstag, 4. September 2010

Sieben Wunder der finnougrischen Welt

Auch die Udmurten beteiligen sich am internationalen Wettbewerb "Sieben Wunder der finnougrischen Welt". Das Projekt wird in Russland, Finnland, Ungarn und Estland durchgeführt, also in allen Ländern, wo uralische (finnougrische + samojedische) Völker leben.

Udmurtiens Beitrag ist ein kulinarischer: Pel'meny. Der ganzen Welt sind Pelmeni als russisches Nationalgericht bekannt, die Bezeichnung selbst stammt allerdings aus dem Udmurtischen (bzw. Permischen): udm. пель 'Ohr' und нянь 'Brot' ergeben in Zusammensetzung 'Ohrenbrot, Brot in Ohrenform'.

Dienstag, 31. August 2010

Iževsk feiert nüchtern

Aus Anlass der 250-Jahr-Feiern von Iževsk am 4. September 2010 hat die Stadtverwaltung beschlossen den Genuss und Verkauf von Bier und sonstigen alkoholischen Getränken zu verbieten. Zuwiderhandeln wird mit bis zu 15 Tagen Arrest geahndet...
Quelle: аргументы и факты

Freitag, 30. Juli 2010

Marische Konverbkonstruktionen: Interpretation und Übersetzung

Die Konstruktion Gerund + finites Verb, bei der das Gerundium die semantische Grundbedeutung trägt und das finite Verb diese Grundbedeutung in aspektueller/aktionsartlicher Hinsicht unter teilweisem oder vollständigem Verlust der eigenen Bedeutung modifiziert, ist aus vielen Sprachen bekannt. In den uralischen Sprachen sind diese sogenannten paarigen Verben im Udmurtischen, im Marischen sowie in den samojedischen Sprachen (Sölkupisch, Matorisch und Kamassisch) bekannt.

Jeremy Bradley hat in seiner Masterarbeit "Mari Converb Constructions: Interpretation and Translation" dieses Phänomen einmal aus etwas anderer Sicht behandelt als bisher aus der Forschung bekannt. Nicht areallinguistische oder typologische Aspekte stehen im Vordergrund, sondern die Darstellung der Konverb(konstruktion)en in Wörterbüchern, Grammatiken, Lehrbüchern, wissenschaftlichen Arbeiten etc. und welche Motive marische Muttersprachler dazu bewegen, sich in Übersetzungen für ein bestimmtes Verb zur Modifikation der Aktionsart/des Aspekts verwenden.