Posts mit dem Label Besermjanen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Besermjanen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 28. September 2010

Udmurtische Sängerin im Finale von "Minute des Ruhms"

Die udmurtische Sängerin Marija Korepanova sang sich mit nordudmurtischen und besermjanischen Liedern in das Finale der TV-Show "Minute des Ruhms" ("Минута славы").

Marija Korepanova ist 26 Jahre alt und wurde in Balezino geboren. Seit ihrer Kindheit beschäfigt sie sich mit Gesang. Sie hat eine Musikschule besucht und die Musikhochschule sowie Kunst und Design an der Staatlichen Universität in Iževsk abgeschlossen.




Freitag, 10. September 2010

Udmurtien - Land der Väter

Zum Auftakt des Internet-Projekts "Enzyklopädie «Die Völker Russlands»" wurde bereits 2008 dieser wunderbare Dokumentarfilm mit dem Titel "Republik Udmurtien - Land der Väter" gemacht. Wissenschaftliche Fachberaterin war Elena Popova, besermjanische Ethnologin und Dokumentarfilmerin.

Der 22 Minuten und 33 Sekunden lange Film besteht aus Kurzporträts der in Udmurtien beheimateten Volksgruppen: Nord- bzw. Süd-Udmurten (aus dem Dorf Parzi, Rajon Glazov bzw. Kamennoe, Rajon Zav'jalovsk), Besermjanen (Šabardan, Rajon Jukamensk), Čepca-Tataren (Kestym, Rajon Balezino) und russischen Altgläubigen (Sergino, Rajon Balezino).

Dokumentarfilm  "Republik Udmurtien - Land der Väter"

Sonntag, 30. Mai 2010

Besermjanen 2002 zum ersten Mal wieder als eigenständiges Volk gezählt

Die nächste Volkszählung in Russland wird im Oktober 2010 stattfinden. Bei der Volkszählung 2002 wurden 182 Nationalitäten gezählt, darunter zum ersten Mal (wieder) die Besermjanen, die bis dahin den Udmurten zugerechnet wurden. 1989 - noch zu Zeiten der UdSSR - waren es nur 128 Ethnien.

Samstag, 8. Mai 2010

Eberhard Winkler über Udmurten, die udmurtische Sprache und "wotjakisierte Tataren"

Ein 7-seitiger Beitrag Eberhard Winklers über das "Wotjakische" - also Udmurtisch - in der Enzyklopädie des europäischen Osten der Uni Klagenfurt. Der Artikel ist Teil einer Artikelsammlung über uralische Sprachen von Estnisch bis Wotjakisch. Eine kurze Passage bezieht sich auf auf die Besermjanen/Bessermjanen bzw. Besermjanische/Bessermjanische, die hier als "wotjakisierte Tataren" bezeichnet werden.

Samstag, 1. Mai 2010

Besermjanen auf kominarod.ru

V.E. Vladykin und E.V. Panova über Ursprung, Sprache, Eigen- und Fremdbezeichnung, Volkskunde und Wirtschaftsformen der Besermjanen auf kominarod.ru (auszugsweise Übersetzung aus dem Russischen von mir; Ch.P.):
Die BESERMJANEN, beserman (Eigenbezeichnung) sind ein Volk im Nordwesten Udmurtiens, sowie in den angrenzenden Bereichen der Region Kirow.

In der Volkszählung von 1926 betrug ihre Zahl 10.034 (in späteren Zählungen wurden die Besermjanen nicht gesondert ausgewiesen und zu den Udmurten gezählt). Sie bilden in 41 Dörfern die Grundbevölkerung, wo sie zusammen mit Udmurten, Tataren und Russen leben. Zehn Dörfer sind rein besermjanisch. [...] Laut der Volkszählung aus dem Jahr 2002 leben in Russland 3.000 Besermjanen.

Montag, 26. April 2010

Vladimir N. Napol'skich zum Ursprung der Besermjanen in Linguistica Uralica XXXIX 2003 4

Linguistica Uralica XXXIX 2003 4 Eberhard W i n k l e r, Udmurt, München 2001 (Languages of the World. Materials 212). 85 pp. Rezension von Vladimir N. Napol'skich.


In seiner Rezension zu Winklers Buch äußert sich Napol'skich auch zum Ursprung der Besermjanen:

In no way are the Besermians "udmurtized Tatars" (p. 6): this old formula was based on the traces of former presence of Islam among them. However, the traits of Islam should not obligatorily originate from the Tatars and there are no other evidences (linguistic, ethnological, historical) of Tatar origin of the Besermians. Moreover, though the Besermians live and lived before among the Čeptsa Tatars, they always stayed explicitly aloof of them. On the other hand, some traits in their traditional culture, as well as information from written historical sources (they were still called Chuvash in the beginning of the 16th century) point to their old connection with the Chuvash.
Taking into account all the facts, the Besermians should be considered either the former Southern Udmurts living once in close contacts with the Muslims of Volga Bulgharia as a social group subordinated to the latter and thus adopted some prestigious traits of the Islamic Turkic culture, or originally a Turkicspeaking group (a part of Bulghars), which — as the forefathers of the Chuvash and may be of the Christian Tatars — was never fully muslimized and being a group of relatively low social position, looking for saving their non-Islamic identity later mixed with the Southern Udmurts and adopted their language (for more information see bibliographies in Напольских 1997 : 52—53; 1997a; Попова 1998).
  • Die ganze Rezension V.N. Napol'skichs zu Eberhard W i n k l e r, Udmurt, München 2001 (Languages of the World. Materials 212). 85 pp. gibt es in Linguistica Uralica XXXIX 2003 4

Dienstag, 13. April 2010

Besermjanen im Netz

Auf der Suche nach Besermjanen im Netz auf diese Seite des Wirtschaftsministerium (sic!) in Iževsk gestoßen. Die deutsche Übersetzung ist ein wenig eigenwillig ("Äußerlich sind die Udmurten keines reckenhaften Körperbaus, aber stark und ausdauernd."), aber der Artikel insgesamt sehr informativ (Artikel auf Russisch):
Среди северных удмуртов живут бесермяне - этническая группа загадочного происхождения. Бесермянская проблема, имея уже длительную историю изучения, не испытывает недостатка даже в самых неожиданных гипотезах и все же еще не может считаться окончательно решенной. Предполагается, что бесермяне имеют общее с удмуртами происхождение, хотя в булгарскую эпоху в их этническом оформлении как особой этнической группы возможно участие каких-то тюрок, родственных позднее чувашам. Сейчас бесермяне уже практически слились с удмуртами, хотя в определенной степени сохраняется бесермянский диалект, весьма своеобразный костюмный комплекс. 
Eine etwas holprige deutsche Fassung gibt es auch, vgl. den Link Geschichte der Udmurtischen Republik).

Montag, 5. April 2010

Die Bessermjanen in Pierers Universal-Lexikon

Der Eintrag über die Bessermjanen in Pierers Universal-Lexikon (4. Auflage, 1857-65):

Bessermjanen (Besarmier, Besarmer), eine Völkerschaft im östlichen Rußland, 4500–4600 Köpfe stark, sprechen wotjäkisch u. tatarisch, jetzt meist auch russisch, sind griechisch-russischen Glaubens u. unterscheiden sich in ihren Sitten u. Gebräuchen sowohl von den Wotjäken als auch von den Tataren. Ihr Ursprung ist noch nicht aufgeklärt.

Bessermjanen (zeno.org)

Pierer's
Universal-Lexikon
4. Auflage 1857–1865

Seiner Hoheit Dem gnädigsten Herzog und Herrn Ernst, regierendem Herzog von Sachsen-Altenburg meinem gnädigsten Fürsten und Herrn, in tiefster Ehrfurcht und Unterthänigkeit gewidmet von Eugen Pierer.

Pierers Universal-Lexikon (zeno.org)
Eugen Pierer (wikipedia.com)

Sonntag, 4. April 2010

László Fejes über Besermjanen auf Rénhírek

László Fejes behandelt in seinem Posting u.a. die Herkunft der Besermjanen. Die Theorie, dass die Besermjanen udmurtisierte Tataren wären, verwirft László hier und meint, dass mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann, dass sie eine südudmurtische Gruppe darstellen, die aus dem späteren Tatarstan in den heutigen Nordteil Udmurtiens eingewandert sind. Kurz geht er auch noch auf die Herkunft der Bezeichnung Besermjanen ein, die im Ungarischen böszörmény eine Entsprechung hat (vgl. z.B. im Toponym Hajdúböszörmény).